Entwicklung des Sehtrainings


Das heutige Sehtraining ist der Forschung von Dr. William H. Bates und seinem augenpädagogischen Ansatz zur Wiedererlangung der Sehkraft zu verdanken.
 
Die Forschungsarbeit von Dr. Bates hat viele nachfolgende Sehtrainer Generationen inspiriert und wurde durch neue Ansätze erweitert und weiterentwickelt. 

Dr. William H. Bates 

Das Wissen darüber, dass man die natürliche Sehkraft durch Entspannung und Augenübungen verbessern kann, geht auf den New Yorker Augenarzt Dr. William H. Bates (1860-1931) zurück.  

 
Dr. Bates hat an der Cornell-Universität und der Hochschule für Innere Medizin und Chirurgie in New York promoviert. Er war Arzt am Manhattan und Haarlem Hospital, hielt an der Medizinischen Hochschule in New York Fortbildungskurse für Augenärzte und arbeitete in der medizinischen Forschung an der Columbia Universität. Er forschte über vierzig Jahre, bevor er seine wissenschaftliche Arbeit der „American Medical Association“ vorlegte. 

Seiner Zeit voraus 

Dr. Bates war mit seiner Forschungsarbeit seiner Zeit weit voraus. Seine Arbeit stellte eine radikale Abweichung von der damaligen wissenschaftlichen Norm dar. 

Seine Forschungsergebnisse waren in der Zeit, in der er lebte, revolutionär. Die Auswirkung und Folgen von Stress auf die Augengesundheit waren noch nicht im Fokus der medizinischen Forschung. Die Wirkung von Entspannung und Visualisierung waren noch Fremdwörter. 

Die Weiterentwicklung

Die Arbeit von Dr. Bates hat viele nachfolgende Generationen inspiriert und wurde durch neue Ansätze erweitert und weiterentwickelt. 

International bekannte Sehtrainer: Margaret Corbett, Clara Hackett,  Dr. R. S. Agarwal, Janet Goodrich,  Leo Angart, Mirsakarim Norbekov und viele andere, haben unzählige Menschen auf dem Weg zur Verbesserung der natürlichen Sehkraft erfolgreich begleitet. 

Die Brille heilt nicht

Frau Margaret Corbett war eine von Dr. Bates ausgebildete Sehtrainerin. In ihrem Buch „Besser Sehen“ beschreibt sie eine Begegnung zwischen Dr. Bates und einem kurzsichtigen Mädchen. Dieser Text schildert sehr anschaulich die Einstellung von Dr. Bates gegenüber der Notwendigkeit, eine Brille zu tragen. 

Als eines Tages Dr. Bates in einer kleinen Landstadt Montanas einem kurzsichtigen Mädchen eine Brille verschrieb, sagte er:
 
"Trage die Brille, nur dann, wenn du unbedingt musst, Marguerite.
Gib deinen Augen Freiheit, sooft du kannst.
Erweitere deinen Blick, lass ihn zu beiden Seiten der Landstraße dahin schweifen, über jeden Heuschober. Zähle jeden Tag, wie viele davon du in der Ferne überblicken kannst."

Dann schüttelte er traurig den Kopf und sagte:
"
Die Brillen sind nicht das Richtige. Sie sind nur Krücken." 



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