Trockene und tränende Augen
Trockene und tränende Augen sind zwei verschiedene Ausprägungen einer Störung in der Tränenproduktion. Die Ursache ist der Ungleichgewicht zwischen der Menge und der Zusammensetzung des Tränenfilms.
Die Ursachen der Störung in der Tränenproduktion
Die Tränenflüssigkeit bildet eine Feuchtigkeits- und Gleitschicht auf dem Auge und verhindert, dass die Augen austrocknen. Durch das Blinzeln werden die Augen gleichmäßig befeuchtet und geschmiert.
Tränende Augen
Wenn der Tränenfilm das Auge nicht ausreichend befeuchtet, kann es zu einer Überproduktion von Tränenflüssigkeit kommen. Tränende Augen sind daher häufig ein Zeichen von Trockenheit. Weitere mögliche Ursachen für tränende Augen sind Fremdkörper, Rötungen, Allergien, Kontaktlinsen, verstopfte Tränenkanäle, Infektionen, Bindehautentzündung, Umweltfaktoren z. B. Rauch, Abgase, Zugluft, lange Bildschirmarbeit sowie Augenoperationen.
Trockene Augen
Trockene Augen entstehen durch eine verminderte Tränenproduktion oder eine erhöhte Verdunstung der Tränenflüssigkeit. Die Auslöser ähneln denen der tränenden Augen. Zusätzliche Risikofaktoren können: Vitamin-A-Mangel, Einnahme von Diuretika, Antihistaminika, Betablocker, Antidepressiva, sowie Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen sein.
Künstliche Tränen zählen zu den am häufigsten eingesetzten Mitteln bei trockenen Augen. Bei regelmäßiger Anwendung sollten vorzugsweise konservierungsstofffreie Präparate verwendet werden.
Die Tränenflüssigkeit
Der Tränenfilm besteht aus drei Schichten: einer Lipidschicht, einer wässrigen Schicht und einer Schleimschicht. Störungen dieses Gleichgewichts führen zu trockenen und tränenden Augen.
Die wässrige Schicht macht etwa 98 % des Tränenfilms aus, wird von den Tränendrüsen produziert und dient der Reinigung der Hornhaut.
Die Schleimschicht, gebildet in der Bindehaut, sorgt dafür, dass sich die wässrige Schicht gleichmäßig auf der Augenoberfläche verteilt und dort haften bleibt.
Äußere Lipidschicht, die in den Meibomdrüsen entsteht, reduziert die Verdunstung der Tränenflüssigkeit und stabilisiert den Tränenfilm durch einen feinen Fettfilm auf der Augenoberfläche. Kommt es zu einem Ungleichgewicht in den drei Schichten, entstehen trockene oder tränende Augen.
Sehtraining für die Regulation der Tränenflüssigkeit
Im Rahmen des Sehtrainings stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, um die Tränenproduktion zu normalisieren.
Neben den wertvollen Alltags-Tipps zur Unterstützung der Regulation der Tränenproduktion gehören u.a. die Dunkel-Erholung der Augen, gezielte Augenentspannungsmethoden, sowie spezielle Augenmassagen und Akupressur.
Durch die augengerechte Anpassung der Ernährungsgewohnheiten und Übungen zur Verbesserung der Augenbeweglichkeit werden die Durchblutung und die Drüsentätigkeit angeregt, der Augenstoffwechsel aktiviert und die Beschaffenheit des Tränenfilms verbessert.
Da die Störungen in der Tränenproduktion häufig im Zusammenhang mit der Kurz- oder Weitsichtigkeit auftreten, werden im Augentraining auch spezifische Übungen für die betreffende Fehlsichtigkeit mit einbezogen.